23.01.2012

Verbraucher bestrafen Schlecker

Der drohenden Pleite der Drogeriekette Schlecker ist wenig Gutes abzugewinnen. Rund 30.000 Mitarbeiter bangen um ihre Jobs, Läden werden verschwinden.

Und dennoch ist der Niedergang des Familienunternehmens ein Lehrbeispiel für Marktwirtschaft – weil gegen grundlegende Regeln verstoßen wurde.

Erstens: Achte auf deine Kunden! Wer sich in den Läden der Konkurrenz wohler fühlt, weil sie hell und modern sind, kommt nicht mehr wieder!

Zweitens: Die Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital. Nur wer sich gerecht behandelt und bezahlt fühlt, wird sich wirklich für das Unternehmen einsetzen – und den Erfolg garantieren.

Drittens: Reagiere auf Veränderungen schnell und konsequent. Wer zögert, wird von Mitbewerbern überholt.

Und die letzte Regel: Wer gegen all das verstößt, hat am Markt keine Chance mehr.

(BILD)


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Kommentare

Von Alexander Palm | 23.01.2012

Mit der durch die Kunden erzwungene Insolvenz von Schlecker wird die soziale Marktwirtschaft neu geboren...... und das ist gut so. Marktradikales Ellenbogenverhalten kann und wird nur durch kundenradikales Verhalten bestraft. Am Beispiel Schlecker kann man sehen, dass nicht nur die Produkte, der Preis und die Örtlichkeit (der Platz) entscheidend sind. Wenn der vierte Marketingaspekt Promotion/Puplic Relation ausfällt oder beschädigt wird ist das Unternehmen nicht mehr marktfähig. Bei Schlecker hat man wohl den Begriff Stakeholder noch nie gehört. Die Zufriedenheit der Kunden und Lieferanten ist ein sehr wichtiger Aspekt für jedes Unternehmen. Es gibt in Deutschland noch einige Unternehmen die ganz schnell das "warum" und "wieso" bei der Insolvenz von Schlecker analysieren sollten und, ganz wichtig, die entsprechenden Lehren daraus ziehen.


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