08.10.2007

Bahnchef Mehdorns Wortmeldung in eigener Sache

Sein Traumberuf war nicht Lokomotivführer. «Ich wollte Pilot werden, ich war schon früh vom Fliegen fasziniert», sagt Hartmut Mehdorn über den jungen Hartmut Mehdorn. Und erst auf Umwegen führte ihn dann auch die eigene Karriere in die Welt der Weichen und Waggons. Auf dem Schleudersitz als Bahnchef weiß sich der 65-Jährige im ständigen Kreuzfeuer der Öffentlichkeit wie kaum ein anderer Topmanager der deutschen Wirtschaft. Eher ungewöhnlich für einen noch aktiven Konzernlenker, meldet er sich jetzt auf dem Buchmarkt zu Wort und erzählt in einem biographischen Gesprächsband von seinem Lebensweg, beruflichen Maximen und der ein oder andere Facette als Privatmann. Kämpferischer Titel: «Diplomat wollte ich nie werden.»

Dass die Publikation in eigener Sache in turbulente Zeiten platzt, dürfte Mehdorn kaum vorausgesehen haben zum ständigen Ringen um sein großes Ziel eines Börsengangs kommt der erbitterte Tarifstreit mit der Lokführergewerkschaft GDL. Eine geplante Buchpräsentation am Montag (8. Oktober) in Berlin wurde deshalb abgesagt. Selbst unter die Schriftsteller gegangen ist der oberste Eisenbahner für das 224- Seiten-Werk jedoch ohnehin nicht. Der als ausführliches Interview angelegte Text entstand nach sechs Gesprächen mit dem Publizisten Hugo Müller-Vogg, der auf diese Weise auch schon prominente Christdemokraten wie Angela Merkel und Horst Köhler zu Wort kommen ließ. (...)


Hartmut Mehdorn: «Diplomat wollte ich nie werden.» Ein Gespräch mit Hugo Müller-Vogg Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 224 S., 17,95 Euro ISBN 978-3-455-50047-9

Berlin (dpa)


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